City Nature Challenge 2022

iNaturalist ist eine community-based Plattform, auf der man Aufnahmen von wilden Pflanzen, Tieren und Pilzen mit Lokalisation hochladen kann, um so Daten über Vorkommen, Häufigkeit und Saisonalität der verschiedenen Arten sammeln zu können. Kennt man die fotografierten Arten nicht, so funktioniert iNaturalist mithilfe eines Algorithmus wie eine Bestimmungsapp – sollten Arten nicht oder falsch bestimmt werden, so können Expert*innen der Community die Arten bestimmen oder falsche Bestimmungen korrigieren.  

Einmal im Jahr findet auf iNaturalist die City Nature Challenge statt. Hierbei gilt es an einem Wochenende möglichst viele Beobachtungen von Arten im Stadtgebiet teilnehmender Städte zu machen. So entsteht einerseits ein Bewerb zwischen den Städten selbst, als auch zwischen den teilnehmenden Beobachter*innen. Zum zweiten Mal hat St. Pölten bei dieser Challenge mitgemacht.   

Da ich letztes Jahr schon begeistert mitgemacht habe und es etliche Schüler*innen mit Interesse an Artenvielfalt im Gym gibt, habe ich angeboten, gemeinsam mit Schüler*innen ein paar Stunden im St. Pöltner Stadtgebiet Beobachtungen zu machen. Tatsächlich meldeten sich Onni Döller und Jonas Enk aus der 7GR und opferten einen ganzen Samstagvormittag ihrer Freizeit, um „bewaffnet“ mit Handy und Kamera auf die „Jagd“ nach Tieren und Pflanzen zu gehen – und das ordentlich erfolgreich:   

Onni machte unter 37 Teilnehmer*innen die meisten Beobachtungen, verwies damit seinen BIUK-Lehrer auf Platz 2 und war somit der Sieger der City Nature Challenge 2022 in St. Pölten! Der Schüler wird zum Meister, so soll es sein! Auch Jonas war erfolgreich: Er wurde als einer von drei unter allen Teilnehmer*innen ausgelost und darf sich über ein tolles Preispaket, das unter anderem 100€ City Gutscheine enthält, freuen.  

Mag. Nicolas Weghaupt 

Hier noch ein paar Worte des stolzen Siegers:  

Die erstmalige Teilnahme an der City Nature Challenge hat mir richtig Spaß bereitet. Das Wetter hat gepasst und am Samstagmorgen trafen Jonas und ich Herrn Prof. Weghaupt in St.Pölten. Zuerst am Ufer des Mühlbaches und später am Traisenufer hieß es, so viele Fotos und Beobachtungen machen wie möglich zu machen! Das Spannendste dabei ist, über so viele neue Artennamen zu erfahren, von denen man zuvor noch nie etwas gehört hat. Auch am Montag schnappten mein Bruder und ich uns die Kameras. Diesmal ging es aber auf die Felder von St. Georgen, wo wir Spinnen und Insekten im hohen Gras fotografierten. Sogar einen Rotmilan bekamen wir zu Gesicht. Bis spät in die Nacht dauerte die Jagd nach den besten Fotos. So lange, bis uns etliche Rehe und Hasen auf den Feldern begegneten. Abschließend mussten nur noch alle Fotos hochgeladen werden.
Nächstes Jahr wieder!  

Onni Döller